LES Find the Path

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Erwachen ohne Freiheit

Wisst ihr, wie Pharasma das Schicksal der Welt und das derer, die auf ihr leben, sieht?

Sie sieht es durch uns, ihre treuen, weitgehend unbeachteten Diener.
Ich bin der Chronist. Genauer gesagt, ein Chronist.
Seht, jedes Mal wenn sich Helden zusammenfinden, Schurken sich miteinander verschwören, ein König geboren wird oder ein Prophet sich aus der Masse erhebt, sind wir da und schreiben, sachlich, neutral, alles erfassend.
Von ihren Heldentaten, von ihren größten Schwächen, ihren Siegen sowie ihren Niederlagen.
Denn es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen das die Ereignisse der Welt niedergeschrieben werden, auf das sie die Zeiten überdauern und den Göttern als Lehre dienen.

Doch nun, zu meiner Aufgabe.
Ich beobachte eine Gruppe Individuen, deren Schicksal Großes verheißt, auch wenn sich nicht sagen lässt welchen Weg sie gehen werden.

Koniak Kerbel, der Halbling, auf der Suche nach Reichtum, Shel Knochenbrecher, die Halborkin, auf der Suche nach ihrem Glück, Kinnard Redwald, der Mensch, mit dem göttlichen Auftrag, und Acheron Malufer, der Halbelf, auf der Suche nach seiner toten Liebe.

Gefangen von Goblins, an einem unbekannten Ort, erwachen sie. Dies ist der Moment in dem auch ich erwache, der Moment in dem ihr Schicksal anfängt auf sie einzuwirken.
Koniak und Kinnard, angekettet an den Handgelenken, Shel und Acheron, in Käfige eingesperrt.
Kaum sind sie erwacht, sehen sie zwei Goblins eine augenscheinlich tote Frau in einen Graben werfen.

Koniak und Shel befreien sich prompt, er mit Geschick, sie mit brutaler Gewalt.
Kinnard befreit sich nicht sofort, Acheron beobachtet zunächst die Situation.

Koniak befreit Kinnard, während Shel einem Goblin ihre Käfigtür über den Schädel zieht und dessen Waffe, einen Spieß mit einem Haken am Ende, zu dem Halbling hinübertritt.

Acheron wird ebenfalls schnell befreit und beginnt, aus Pflanzenfasern etwas zu basteln, während sich die restliche Gruppe gegen die übrigen Wachen wendet.

Nachdem die nächsten drei Goblins tot sind, fällt Shel ein Gallertwürfel auf, der von den Goblins in einem Graben gehalten und augenscheinlich zur “Müllentsorgung” verwendet wird.

Durch den Ausgang kommen weitere Goblins in den Raum und ein grüner Nebel blockiert die Brücke über den Graben mit dem Gallertwürfel, beschworen von Acheron.

Als die Goblins versuchen die Brücke zu überqueren, kanalisiert Acheron göttliche Energie, um damit einige der Goblins zu töten.
Er scheint eine Art Kleriker zu sein, das Symbol welches er aus den Pflanzenfasern gemacht hat, vor sich haltend. Er steht zwar im Nebel, aber mir entgeht nichts.

Der restliche Kampf ist schnell vorbei, die Goblins stellen keine wirkliche Gefahr für die Abenteurer dar.
Im Anschluss rüsten sie sich mit dem aus, was sie finden können, was Pfeil und Bogen für Koniak, einen Knüppel und einen Helm für Shel, ein Langschwert für Kinnard und diverse Vorräte in…improvisierten Behältern einschließt.

Kinnard späht in den nächsten Raum und erblickt zwei riesige Maschinen, deren Zweck nicht sofort ersichtlich ist, diverse Goblins, einen Gallertwürfel und pulsierenden Schleim neben der Tür, aus der er späht.

Die Tür schließend und wohl unbemerkt geblieben, ziehen sie sich zur Beratung zurück.

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Anmerkungen:
Ich hoffe sie geben sich bald einen Namen als Gruppe, oder bestimmen einen Anführer, denn “…über das Leben und Wirken von [Name folg]” ist ein sehr unzureichender Arbeitstitel!
Ich kann nicht sehen ob sie Helden oder Schurken sind. Aber derlei Wissen ist Pharasma vorbehalten und ihr Schicksal wird sich auch mir eröffnen, so wie es sich auch diesen Abenteurern und allen stummen Beobachtern eröffnen wird, nämlich zu gegebener Zeit.

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Darnarus

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